Erzählerisches Meisterwerk voller fragwürdiger Botschaften. So gern der Autor das abstreitet. Peter Handkes „Die morawische Nacht“.

Als ich Peter Handkes „Die morawische Nacht“ vor schätzungsweise gut 15 Jahren, in meiner ersten großen Lesephase an der Uni, zum ersten Mal las, wusste ich nicht viel über die jüngere Geschichte des Balkan. Die jüngsten Kriege hatten die Kindheit erschüttert, später hat man sich ein paar Dinge angelesen, doch auch wieder vergessen. Den Roman hatte ich als stimmungsvoll und sprachlich recht schön, doch auch anstrengend langatmig in Erinnerung. Auf die Idee, dass in dieser melancholisch verträumten Europareise, ausgebreitet aus einem noch melancholischer verträumten nächtlichen Gespräch auf einem dümpelnden Hausboot auf der Morawa, politisch höchst fragwürdige Botschaften stecken könnten, im Sinne der Kritik, die auch nach der Verleihung des Nobelpreises an Handke wieder geäußert wurde, wäre ich damals nicht gekommen. Nach einigen ernüchternden Texten habe ich wieder mal nach einem sprachlich tatsächlich schönen Buch gesucht, und siehe da: Die Stadtbibliothek, die heute den Großteil ihres Sortiments erneuert hat, besaß noch immer die Ausgabe der „Morawischen Nacht“, in der ich damals gelesen hatte. Dass das Buch unnötig langatmig ist, kann ich nicht mehr unterschreiben, vermutlich, weil mich Gedanken, die meinem eigenen Denken nicht entsprechen, nicht mehr abstoßen, sondern ich versuche, sie innnerhalb ihres Horizonts nachzuvollziehen. Vom Eigenen ist man ja Tag um Tag sowieso bis zum Erbrechen umgeben. Und in diesem Roman stecken unzählige kleinere und größere Überlegungen zu den abseitigsten Themen und teilweise, wie gesagt, durchaus fragwürdige Natur. Auch ist der Roman überhaupt nicht lang genug, um in dieser Weise atmig zu sein. Bei 560 Seiten kommen knapp 1200 Zeichen auf eine Seite. Ein typischer Roman hat eher 2000 bis 2500, „Die morawische Nacht“ ist also ein relativ schmaler Band, durch Zeilenabstände aufgebläht, um zu wirken wie ein Wälzer. Wozu? Einen Roman, den der Klappentext folgendermaßen vorstellt, –

“Ort: der Balkan, die Morawa, ein Zufluß der Donau, ein Hausboot auf dem Fluß. Zeit: eine Nacht, vom späten Abend bis zum Tagesbeginn. Personen: Ein Autor, ein ehemaliger, ruft seine Freunde, sieben an der Zahl, auf das Hausboot, seine Enklave, wohin er sich ein Jahrzehnt zuvor zurückgezogen hat.

Die erste Überraschung erleben die Bekannten gleich beim Betreten des Boots: Der für seine Distanz zu den Frauen berüchtigte Ex-Autor empfängt sie in Begleitung einer – Angestellten?, Gefährtin?, Geliebten? Auf das Abendmahl folgt eine lange Erzählung, in der die Stimme des Autors dominiert, in die sich zuweilen die Stimmen der anderen männlichen Anwesenden einpassen. Von einer gerade beendeten Rundreise des Bootsbesitzers durch das westliche Europa handelt die Erzählung. War er wirklich auf der Flucht vor einer Gefahr, etwa vor einer Frau, die ihm mit dem Tod drohte? Wie hat man sich das Symposium über den Lärm vorzustellen, an dem er angeblich in Spanien teilgenommen hat? Was hat es mit dem Treffen aller Maultrommelspieler dieser Erde vor Wien auf sich? Warum will er gerade zu diesem Zeitpunkt den Wohnort seines verstorbenen Vaters in Deutschland aufsuchen? Und wo hat er die Frau getroffen? (…)”

– den wird man doch viel eher bereit sein zu lesen, wenn er 200 statt 500 Seiten umfasst…?

Erzählerisch ist „Die morawische Nacht“ durchaus sehr gelungen. Man liest schwelgerisch, sich wundernd, grübelnd, den Kopf schüttelnd. Ohne dasa Handke es mit den Bildern übertreibt, gelingt ihm sprachlich, die Morawa und das Hausboot so plastisch vor Augen zu stellen, dass mich das düstere verschlafene Bild bis heute niemals verlassen hat. Auch die ersten 100 Seiten der Abreise und der Bustour durch den Balkan sind von ähnlicher Dichte, ebenso die letzten etwa 150 Seiten mit den Heimkehr-Passagen. Etwas weniger plastisch verschiedene andere Stellen, etwa das Symposium über den Lärm oder die Versammlung der Maultrommel-Spieler.

Auch der Schluss mit einer Wendung, die vieles von dem Vorhergesagten wieder kassiert und beim zweiten oder in meinem Fall dann dritten Lesen dazu zwingen wird, schon zuvor in der Erzählung genauer auf Widersprüche zu achten, gelingt. Er stellt alles zuvor in Frage, ohne es nach dem Motto „haha, es war ja alles ganz anders“, zu verwerfen.

„Die morawische Nacht“ stilistisch fällt gewissermaßen in einem Sweetspot des Werks Peter Handkes, als er schon lange nicht mehr der prägnante und provokative Autor des Frühwaerks ist, dem die sprachliche Schönheit eher abgeht, aber auch noch nicht ganz so sehr wie heute der selbstverliebte Schwätzer des absichtlich unerträglich verschachtelten Alterswerks, den wir heute größtenteils zu lesen bekommen. Das soll nicht heißen, dass die Sprache in „Die morawische Nacht“ nicht gewollt gesucht ist und manchmal Wortwahl oder Inversionen vorkommen, die zu viel des Guten sind, die nicht mehr wirken wie eine gelungene literarische Sprache, die das Alltagsdeutsch transzendiert, sondern wie eine, die Transzendenz unnötig zwingt und damit zu Fremdscham anregt. So etwa eine Stelle, in der Erzähler sich erinnert, wie die Mutter von ihrer Vergangenheit erzählt hat, was ihn dazu bringt zu fragen:

“War das von Seiten der Mutter ein Erzählen? Nein, sie trat nicht eigens als Erzählerin auf, oder setzte sich als eine solche zurecht; ließ sich eher bloß so hören, die Worte kamen ohne Vorsatz aus ihr, waren die längste Zeit schon still bereit, und einmal, jetzt, war es eben der Moment, wohl auch, weil ihr Sohn einer war, der sich nicht und nicht satthören konnte, über Geschehnisse und Begebenheiten hinaus auch nicht an gleichwelchem originalen Fichtenwipfelsausen, Regenrauschen, Flockenknistern, Grillenzirpen, Schwalbenschrillen, Fernzugbrausen…”

Denn klar, man muss einen Unterschied machen zwischen dem echten „Erzählen“ des Schriftstellers, und den bloß so die Ereignisse herauspurzeln lassen der normalen Menschen. Und wenn man so einen Unterschied macht, ist es kaum zu verhindern, dass sich die Idiotie der Aussage in eine ästhetische Form übersetzt, die ähnlich idiotisch wirkt. Ähnlich schmerzhaft etwa auch eine Stelle, in der der Erzähler, der über das Erzählen des Schriftstellers, der Hauptfigur also erzählt, erzählt, wie diese an der Stelle, an der wir schließen dürfen, dass er wahrscheinlich gerade Sex hatte, dies durch eine poetische Formulierung aus spart, nur und im nächsten Moment darüber zu reflektieren, dass diese Aussperrung eben bedeute, dass er gerade Sex gehabt habe, dass es aber durch die Aussparung viel gelungener erzählt sei. Das Aussparen von Sexszenen ist meist anzuraten, sie gelingen nur höchst selten, und insbesondere in einem solchen Werk könnten sie nur quer stehen, egal ob man sie naturalistisch oder stärker poetisiert beschreibt. Genau darüber dann aber zu reflektieren und sich quasi selbst zu loben, kassiert natürlich den Effekt des Understatements und wirkt fast noch peinlicher, als die Szene selbst vielleicht gewirkt hätte.

Am interessantesten an diesem Roman, der sonst vor allem eine nette nachdenkliche Lektüre wäre, ist es aber sicherlich, zu betrachten, wie die melancholische Poesie unterschwellig immer wieder politisch Position bezieht und das fast durchweg in einer Weise, die man teilweise als geradezu revisionistisch bezeichnen könnte. Es beginnt mit der Geographie des Balkans, die der Erzähler der Binnenerzählung uns vorstellt. Ich habe anfangs versucht, der Reise zu folgen, und es wurde gleich sehr verwirrend. Denn dieses „Porodin“, der Ausgangsort, der uns vorgestellt wird als Enklave, umgeben von Feinden, finde ich nicht weit von Belgrad, definitiv fern von jeglicher Grenze, an der nach den Balkankriegen noch eine serbische Enklave liegen könnte. Also denke ich zuerst: Vielleicht meint der Erzähler gar keine serbische Enklave? Vielleicht spielt Handke mit den Erwartungshaltungen, und imaginiert seinen Erzähler als Teil einer albanischen Minderheit in Serbien? Immerhin: Das größere Land, das einen Krieg verloren hat, wird nie Serbien genannt, überhaupt werden die wenigsten Staaten im Roman benannt. Allerdings: Es ist das kyrillische Ortsschild, an dem der Erzähler sich erfreut, über dessen Verschwinden er nach der Rückkehr traurig ist. Handke verschiebt also das Feindesland mehrere 100 Kilometer nach Norden, um überhaupt die Bedrohungssituation konstruieren zu können, aus der viele der Gedanken seines Erzählers erwachsen und überhaupt die stimmungsvolle Abreise, bedroht von Steine werfenden Kindern und weiteren, ungesehenen, größeren Gefahren, zu Beginn des Romans. Es gibt weitere, ähnliche Stellen, besonders aber sticht noch einmal gegen Ende hervor, wie der Erzähler zum wahrscheinlich letzten Zusammentreffen eines kleinen revanchistischen Clubs vorbeischaut, dessen Mitglied er ebenso ist wie ein ehemaliger Minister jenes großen Landes, das den Krieg verloren hat, und der in seinem unermüdlichen Kampf um Akzeptanz für dieses überall gehasste große Land als eine Art Quixote beschrieben wird, zwar als Eigenaussage dieses Ministers über sich, doch vom Erzähler durchaus wohlwollend, ohne Widerspruch, weitergegeben.

Allgemein fällt auf, dass die Erzählung zwar immer wieder die Verbundenheit der Menschen auf dem Balkan, das Gemeinsame, betont, und ein friedliches Zusammenleben erträumt wird, gleichzeitig aber konsequent ausgeklammert wird, welche Gräueltaten verübt worden, und wer wo eher Täter, wer Opfer ist. Stattdessen erscheint die Geschichte des Balkan als mythisch überhöhte Ewigkeit, in der eine Mischung aus äußeren Eingriffen und innerer Zerrissenheit zu Krieg um Krieg führt. Offenkundig wohnt dieser Flucht ins Abstrakte, selbst wenn man sie nicht bösartig auslegen möchte, ein starkes Moment des Verdrängens inne.

Interessanter vom Gesichtspunkt der Literatur aber für mich noch die Frage: Ab wann bzw. in welchen Konstellationen sehen wir diese Art von mythologisierender Überhöhung als „erlaubt“ an? Nur wird jeder zuerst einmal im Affekt reagieren: „Natürlich nie! Das ist ja unerträglicher Geschichtsrevisionismus.“ Doch die Literaturgeschichte, selbst die jüngere, besagt anderes. In und aus Lateinamerika etwa wurden die „Diktatorenromane“ gefeiert, die doch häufig die Geschichte eines Staates oder des Kontinents als eine Abfolge kaum noch unterscheidbare Diktaturen mythisch fassen, und, könnte man sagen, so durchaus auch verklären. In Gabriel Garcia Marquez‘ „Der Herbst des Patriarchen“ etwa ist es von keiner Relevanz mehr, welche politischen Ideologien hinter den einzelnen Diktaturen stecken, wer gemordet hat, und wer vielleicht „nur“ eine bürgerkriegsartige Zeit militärisch stillgestellt, um dann irgendwann für Walen abzutreten und so weiter und so fort. Es mag viele verschiedene Gründe geben, ob und wann man eine solche Behandlung für literarisch gelungen, ja sogar geboten hält, ob und wann man sie für misslungene oder sogar für ein Verbrechen an der Geschichte hält. Niemand (gut, kaum jemand) etwa würde eine solche Universalgeschichte Europas akzeptieren, in der der Nationalsozialismus als eine von vielen Gewaltherrschaften untergeht. Der historische Abstand mag in die Bewertung hineinspielen, die Eindeutigkeit oder scheinbare Eindeutigkeit der politischen Situation, die als Vorbild für die literarische Bearbeitung herhält, die Frage, wie viel wir überhaupt dazu wissen, und auch, wie darüber berichtet wurde. Im Fall Handke stößt es sauer auf, aber das dürfte eben auch stark davon abhängig sein, wie viel man über die Kriege auf dem Balkan weiß. Bei meiner Erstlektüre hatte ich überhaupt keinen Plan, dass der Roman „problematisches“ enthalten könnte. Ohne Kontext liest er sich wie eine milde Antikriegs-Reflexion.

Auffällig ist zuletzt, dass der Autoren-Protagonist, so sehr es ihm seinen Beteuerungen nach um Völkerverständigung und Zusammenhalt auf dem Balkan und in ganz Europa zu tun ist, oft stark in nationalen Klischees denkt und dem Nationalen oder der Herkunft durchaus etwas stark essentielles zuschreibt. Das mag man noch milde belächeln, wenn die Maultrommelspieler alle ihre jeweilige Nationalhymne spielen oder Melodien, die ihre Ethnie anders ausdrücken, wenn amerikanische Ureinwohner nach an Karl May gemahnende Indianer-Klischee gemodelt sind und andere ähnliche Momente mehr. Es wird allerdings durchaus auch hier und da heftiger, etwa wenn der reisende Erzähler sich nach seiner Rückkehr in der alten Heimat fremd fühlt:

“Aber dieser Ort schien von allen menschlichen Rassen bevölkert, nur nicht von der in der Gegend sozusagen angestammten. Und in der Mehrzahl waren das eben – siehe „Samarkand“ – Menschen, so hätte man sie früher einmal genannt, „aus dem Morgenland“. Fremd waren ihm auch die, nicht freilich in ihrem Aufzug und Aussehen, sondern indem sie in dem Ort selber sich Fremde waren [meine Hervorhebung]. Zwar erschienen die Häuser, fast ausschließlich Neubauten, als Allerweltshäuser. Aber das Straßen- und Gassennetz war noch das landesübliche, und darin bewegte sich die überaus zahlreiche morgenländische Bevölkerung, offenbar noch nicht lange da angesiedelt, nicht nur auf den ersten Blick fast gespensterhaft Unheimische, gespenstisch, für den auf wenige Viertel begrenzten Ort, allein schon als Zahl.”

Sicher baut er vor: Es seien eben nicht einfach die „Fremden“, bzw. die Menschen mit Migrationshintergrund, die ihn stören, sondern dass er eben spürt dass die sich auch fremd hier fühlen, praktisch gar nicht heimisch werden können. Er leide also, wird uns suggeriert, als selbst ja auch immer unbehauster, mit. Aber letztlich wird so, gerade durch den zusätzlichen Schlenker, eine Essenzialisierung des „Fremdseins“ betrieben, und das Ganze klingt noch deutlich übler als der 08/15 Alltagsrassismus des deutschen Stammtischs, ja, klingt doch ein wenig nach metaphysisch unterfütterter Rassentheorie, nicht?.

Handke hat sich gegen die Vorwürfe bezüglich seiner politischen Haltung sowie auch gegen Versuche, politisches aus seinen Romanen herauszulesen, verteidigt, indem er betonte, er sei keiner dieser modernen eigentlich journalistisch schreibenden Haltungsromanciers (ein solcher kommt übrigens auch in „Die morawische Nacht“ vor). Sondern er komme von Dante, von Homer, betreibe also gewissermaßen eine Poetisierung der Welt, die über solche Politik stehe. Man sollte das in mehrerlei Hinsicht ernst nehmen und sich auch nicht einfach so darüber mokieren, wie es das Feuilleton und Twitter getan haben. Literatur zu schaffen, die die reine Intervention in den Diskurs transzendiert, ist nicht einfach nur ein hehres Unterfangen, es ist auch einfach eine literarische Notwendigkeit, wenn überhaupt noch Literatur sein soll und nicht nur noch erweiterter Twitter Diskurs in Buchform. Allerdings kann man nicht einfach antreten, um zeitlose Literatur zu schaffen, denn über die Sprache enthält Literatur ihre Zeit deutlich unvermittelter noch als etwa Malerei und Musik. Und auch Dante und Homer schrieben ja nicht einfach irgendetwas, sondern ihre beiden bedeutendsten Texte sind Texte, die sehr tief in die Diskurse ihrer Zeit einsteigen, und, um den Bogen zu Handke zurückzuschlagen, sie durchaus vermittelt geradezu Rechtfertigungsliteratur, in einen Fall für Krieg und „gerechte“ gegenüber ungerechter Herrschaft (Homer), im anderen Fall für eine strenge christliche Weltordnung und all die Schrecken, die innerhalb derer geschehen (Dante). Und solch ein Text ist letztendlich auch „Die morawische Nacht“. Ein Werk voll sprachlicher und kompositorischer Schönheit, das aber durchaus, meist kaum merklich, manchmal aber auch recht deutlich, benutzt wird, um eine bestimmte Perspektive auf die jüngere Geschichte zu vermitteln. Sehr unmittelbar etwa hier.

Man kann nicht Literatur über Politisches schreiben, die auch noch bestimmte politische Haltungen bevorzugt, auch nicht Passagen wie die oben zitierte, und dann unpolitische Zeitlosigkeit als Rezeptionserfahrung einfordern. Es wäre ja am Text, diese zu ermöglichen.

(Jürgen Brokoff hat ähnliche literarische Verharmlosungen/Verdrängungen 2010 schonmal an anderen Werken Handkes herausgearbeitet, wobei seine Entdeckungen noch deutlich weiter gehen als die hier ausgebreiteten)

All diese Ausführungen sind nun gerade kein Aufruf, Handke nicht zu lesen. Ihr müsst ihn ja nicht kaufen, wenn ihr den Autor nicht finanziell unterstützen möchtet. Die meisten Bibliotheken führen Handke, die Onleihe sowieso. Aber die Erfahrung, das gelungene Kunst nicht liebe, gute, freundliche Kunst bedeutet, das auch das „böse“, Schönes hervorbringen kann, die lässt sich nicht aus zweiter Hand machen. „Ich habe XY für euch gelesen, damit ihr es nicht müsst“, funktioniert vielleicht mit irgendwelchen Fascho-Pamphleten, Sachbüchern von Björn Höcke und Werken von ähnlicher Qualität. Mit Handke, Dostojewski oder Jünger funktioniert es nicht. Das aber ist eine wichtige und sinnvolle Erfahrung, die es nicht nur braucht, um, wie es im Zuge des Nobelpreises wieder tapsig versucht wurde, über Handke selbst zu diskutieren, sondern um überhaupt sich eine feste Haltung herauszubilden, und damit der Welt gegenüberzutreten.

Ein Gedanke zu “Erzählerisches Meisterwerk voller fragwürdiger Botschaften. So gern der Autor das abstreitet. Peter Handkes „Die morawische Nacht“.

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