Arthur Projekt 11 – „Die Lady von Shalott“

Der 11. Text im Arthur-Projekt ist eine Verarbeitung des „Lady of Shalott“-Motivs, die in der 3. Episode (Karrenritter) vorbereitet wurde:

Der Nebel lag dicht über dem Fluss Tafwys. Nur dann und wann ging ein leichter Wind und trieb die Schleier für einen Moment auseinander. Es war kühl, und doch schwitzten die Arbeiter schon, die an dem improvisierten Kai, um den mittlerweile ein kleiner Hafen aus Hütten am Land und über dem Wasser gewachsen war, Wahren verluden. Schwere Ballen Wolle. Metallarbeiten, die über den Ozean verschifft werden würden. Gewebtes, das von dort kam. Auch einige Amphoren Wein, obschon der Großteil dieses Handels über Iwwerdon und Cymru abgewickelt wurde.
Eine der kräftigen, doch unter der Last gebückt gehenden Gestalten, stimmte plötzlich ein kleines Liedchen an.

“It’s far beyond the mountains that look so distant here,
To fight his country’s battles, last Mayday went my dear;
Ah, well shall I remember with bitter sighs the day,
Why, Owen, did you leave me? At home why did I stay?”

Ein melancholischer Singsang, der klagend, doch voller Kraft aufstieg, aber sofort wieder vom Nebel geschluckt wurde. Dumpf stimmten andere Stimme nein. Aus dem Nebel antworteten die Schläge eines Hammers auf Metall. Das Säuseln einer Säge. Die Stadt erwachte. Ein Schiff legte ab, doch unterhalb der römischen Brücke wurde bereits eine weitere Barke vertäut. Schon sprangen zwei der Nebelgestalten an Bord, eine andere verließ das Schiff. Auch hier begann das Entladen. Und drüben brachten sie aus dem größten Haus am Ufer neue Pakete.
Londinium war aufgelebt, da war das letzte Blut der Schlacht noch kaum versickert. Der dichte Nebel zeigt wenig davon, doch sähe man: Man wollte kaum glauben, welches Gemetzel hier gerade vor Jahresfrist stattgefunden hatte. Sicher, wie zuvor lagen viele der alten steinernen Häuser in Ruinen (…)

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