Die 12 schönsten Animationsfilme. Und zahlreiche weitere Empfehlungen

Ohne dass ich es geplant hätte, wurde „Animationsfilm“ zu einem zentralen Blog-Thema in diesem Jahr. Spätestens nachdem ich Feeling from Mountain and Water entdeckt habe, wollte ich versuchen, systematisch die schönsten Animationsfilme aufzusuchen und dann auch weiterzuempfehlen. Ich mache das in der beliebten Form einer Top-Liste, dessen bewusst, dass Ranglisten kaum der beste Weg sind, Kunst aufeinander zu beziehen. Sie zwingen aber, will man sie ernsthaft betreiben, zur intensiven vergleichenden Beschäftigung mit dem Material, und wer diese nachvollziehen möchte, findet für die meisten Filme längere Artikel verlinkt. Vor allem aber sorgen sie für Aufmerksamkeit. Eine Grundeinsicht und vielleicht auch eine Lektion dieser Liste und der Reihe zum Animationsfilm sollte dabei sein: „Hübsch“, „beeindruckend“ und „opulent“ sind keine Synonyme für schön. Schönheit beinhaltet mehr, bezeichnet die Gelungenheit des Kunstwerks mit Blick auf das, was es mutmaßlich ausdrücken soll, und begreift damit durchaus auch das „Hässliche“ mit ein, insofern es zu diesem Ausdruck beiträgt.

Für diese Liste habe ich u.a. Wikipedia nach Klassikern abgeklappert, mich auf andere Toplisten gestützt, die berühmte Liste der Animationsolympiade von 1984 abgearbeitet, alle bis auf zwei Kurzfilm-Oscarpreisträger mindestens angespielt, habe mehrfach auf allen meinen Social-Media-Kanälen nach Empfehlungen gefragt, habe nach „Indypendent animated short film“ und ähnlichem auf Youtube gesucht und bin dort weiteren Querverweisen gefolgt. Und ich habe ein Monatsabo für Disney+ abgeschlossen und dort ALLE klassisch animierten Kinofilme geschaut. Man sieht, dieser Text und die darauf bezogenen Einzelessays basieren auf Monaten exzessiver Prokrastination Arbeit. Dennoch mögen mir relevante Filme entgangen sein. Welch ein Zufall etwa, dass ich Feeling from Mountain and Water überhaupt fand. Eine Entdeckung in der Größenordnung, als höre man mit Mitte 30 erstmals von Beethoven.

Im Anschluss an die Liste versammle ich weitere Filme, die wunderschön anzusehen sind, aber nur noch schwierig in eine Reihe mit den bis dahin gelisteten zu bringen und auch untereinander kaum noch in erhellender Weise aufeinander so zu beziehen, dass man eine Rangliste aufmachen könnte, selbst wenn man um die inherente Absurdität von Ranglisten weiß. Es folgt noch eine FAQ, in der ich versuche, erwartbare Kritiken zu beantworten, warum ich diesen oder jenen Film „vergessen“ habe.

Eine Frage bleibt: Kann es ernsthaft sein, dass Disney und Don Bluth auch den ästhetischen Höhepunkt dessen markieren, was man als „Western Animation“ bezeichnet? Gibt es auf diesem Feld (fast) nichts auf der Höhe von „Belladonna“, „Feeling of Mountain and Water“ oder den Produktionen Norsteins? Vielleicht aus dem surrealistischen Film? Den Zwischenkriegs- oder Nachkriegsavantgarden?

(Nein, nicht „Loving Vincent“, der geht in die Richtung, aber versucht, Schönheit mit Gewalt zu erzwingen.)

Wenn es bei dem Eindruck bleibt – ich hätte schon eine Idee bezüglich der Gründe und habe einen Essay dazu in Vorbereitung. Lieber würde ich aber noch ein paar schöne Outsider-Exemplare der „Western Animation“ entdecken (und natürlich weiteres Herausragendes der Anime und der Ink-Wash Tradition wie auch Werke aus bisher nicht vertretenen Weltregionen). Schreibt mir dazu gern in den Kommentaren.

Zur Auswahl: Relevant ist allein die Ästhetik mit Blick auf künstlerische Stimmigkeit. Bildgestaltung an erster Stelle. Natürlich das Zusammenspiel Bild und Musik/Geräusche. Die Handlung ist nur insofern relevant, als dass ein stimmiger Bezug zur optisch/musikalischen Gestaltung erwartet wird.

Die 12 schönsten Animations-Filme

Jetzt aber. Die Liste. Wo vorhanden sind längere Artikel verlinkt:

1 – Feelings from Mountain and Water: Ein Kunstwerk für die Ewigkeit. Klassisch chinesische Landschaftsmalerei, animiert in perfekter Symbiose mit Musik, Geräuschkulisse und einer wortlos erzählten archetypischen Geschichte.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch gleich noch auf The Cowboys flute bzw. The Buffalo Boy and his Flute vom selben Regisseur/Animator hinweisen, der zwar mit seinen eckigeren Animationen, einem schärferen Kontrast zwischen Figuren und und einer nicht ganz so perfekten musikalischen Gestaltung im Vergleich zu Feelings wie eine Vorstudie des machbaren wirkt, aber durchaus auch selbst noch zu den schönsten Animations-Filmen gehört.

2 – Angels Egg – In der optischen Gestaltung konservativer als Belladonna of Sadness. Was das betrifft ist dieser Film den bekannten modernen Animes deutlich näher als dem wilden Experimentalfilm. Aber auf alles, was man etwa von den eh schon beeindruckenden Studio-Ghibli-Filmen kennt, legt Angels Egg noch eine Schippe drauf. Die Zeichnungen sind herausragend, die Bildsprache absolut durchdacht, und die einzige Szene, die mir überhaupt einfällt, die mit dem Ganzen von Angels Egg konkurrieren könnte, ist die berühmte Großstadt-Sequenz aus Ghost in the Shell, das ebenfalls aus der Feder von Mamoru Oshii stammt.
Nachtrag: Nach dem zweiten Schauen aufgewertet. Einfach beeindruckend, wie unglaublich stimmig hier jede Einstellung ist. Mir fällt kaum ein anderer Langfilm ein, und erst recht kein Animationsfilm dieser Länge, bei dem man sich nicht zwischendurch mal fragt: Musste diese Szene jetzt genau so gefilmt werden? Hier fragt man sich das nie.

3 – Belladonna of Sadness – Besticht mit detailreichen Aquarellen, die auch je für sich selbst überzeugen und minimalistischer, dadurch um so bedeutungsvollerer, Animationstechnik.
Nachtrag: Ich habe mir mit der Einordnung dieser übersexualisierten Emanzipations(?)-Geschichte zusehends schwer getan, je mehr andere Filme ich gesehen habe und je mehr ich mich mit der dahinter stehenden Technik beschäftigt habe. Belladonna stand zuerst auf 2, dann hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, den Film aufgrund der Stilmischerei, einigen doch eher schwachen Sequenzen und der nicht immer gelungenen Kombination von statischen Hintergründen und Figuren bis Richtung 7 oder 8 herabsetzen zu müssen. Aber je länger man schaut, desto überwältigender wieder wird die Einzigartigkeit des Zeichenstils und das scheinbar Disparate – Opulente Aquarelle, minimalistische Landschaftsmalerei, detaillierte Gesichter und psychodelische pulsierende Hippie-Lightshow-Momente – wächst zusammen. Am Ende belasse ich Belladonna aufgrund seiner Einzigartigkeit und der starken Bindung von visueller und musikalischer Ästhetik knapp oberhalb von Son of the White Mare, allerdings ist das ein sehr wackeliger dritter Platz.

4 – Son of the White Mare – Wow! Auf diesem Film bin ich erst sehr spät in meinen Recherchen gestoßen, aber der war es wert, noch einmal verschiedene mögliche Quellen für interessante Filme abzuklappern. Wild, weird, what the f***. Das dürfte das Ganze gut zusammenfassen. Die Story hangelt sich entlang einer Legende angeblich hunnischen Ursprungs. Sie ist nichts wirklich Besonderes, ein Märchen von drei starken Brüdern. Aber die visuelle Umsetzung! Son of the White Mare stürzt sich radikal in eine kompromisslose psychedelisch-expressionistische Ästhetik. Die Bilder dominieren farbige Flächen und einfache Formen, aus denen Figuren ebenso wie Hintergründe sich zusammensetzen. Dabei gibt es fast keine scharfen Schnitte. Spätere Bilder entwickeln sich organisch aus den Formen der früheren. Das Ganze ist absichtlich fast ohne räumliche Tiefe inszeniert, wo Dreidimensionalität angedeutet werden soll, wirkt das realisiert wie in Videospielen der 16-Bit-Generation. Son of the White Mare ist in jeden Fall einzigartig, und auch wenn manchmal Reizüberflutung droht, Sound- und Musik-Gestaltung noch etwas besser sein könnten und die Geschichte nicht wirklich berührt, visuell gehört der Film zu den herausragenden Kunstwerken der Animation. Praktisch allein steht er darin, dass die Figuren niemals wie Fremdkörper im Ganzen wirken. Eine Falle, in die selbst Feelings from mountain and water in manchen Close-Ups tappt und der auch die anderen Filme auf dieser Liste nicht ganz entgehen. Son of the White Mare nutzt seine in Form und Farbe einfache expressive Gestaltung um etwas zu realisieren, das Animation selten realisiert: Das Ganze wirkt nicht wie ein Kunstwerk auf mehreren Ebenen, sondern tatsächlich gänzlich zusammengehörig.

5 – Bernard und Bianca – Der im Großen und Ganzen schönste Disneyfilm. Warum habe ich hier an der Eingangsszene gezeigt. Sehr ungewöhnlich impressionistischer Hintergrund-Stil für einen Mainstream-Film. Aber auch die Figuren fügen sich, was in solchen Fällen oft nicht gelingt, überzeugend ins Bild.
Nach dem ersten „Rewatch“: Ich hätte statt der Eingangsszene eigentlich auch jede andere Szene außer die im Flughafen heranziehen können. Bernard und Bianca ist einfach durchgehend unglaublich schön gestaltet. Schaut euch den Flug mit dem Albatros an!
Nachtrag: Ich habe mir den Film extra noch ein weiteres Mal angesehen, weil ich nach einigen sehr artsy gemeinten Werken, die es nicht auf die Liste geschafft haben (zB l’Illusioniste) kaum noch glauben konnte, dass ich einen so kommerziellen Film so hoch einordnen kann. Aber es stimmt einfach. Und ich denke es liegt daran, dass Filme wie l’Illusioniste für die besonderen Momente stark auf Stadt- Landschaftspanoramen bauen, während sonst einfache Frontalansichten zB auf Figurenszenen dominieren. Bernard und Bianca hat die überwältigenden Panoramen, aber auch die einfacheren Momente sind erstaunlich durchkomponiert. Disney beherrscht es, die Kameraperspektive zum Erzählwerkzeug und einem Ausdruck von Stimmung zu machen, in einer Weise, die manchem „high brow“-Film abgeht.

6 – Land before Time – Herausragende künstlerische Gestaltung. Als wandere man durch überdrehte Munch-Gemälde. Wer mit solchen Bildern groß geworden ist, wird sich nie wirklich vom Disney-Hochglanz-Zuckerguss-Kitsch einfangen lassen. Hat die schönsten mir bekannten Szenen im westlichen Animationsfilm mit Ausnahme vielleicht von Fantasia, ist aber im Ganzen runder.

7 Geschichte der Geschichten / Igel im Nebel – An dieser Stelle werden sich die meisten Kenner fragen: Warum stehen diese hochgerühmten Werke hinter zwei „Mainstream“-Filmen? Weil sie Stilbrüche beinhalten, die nicht aus dem Werk zu rechtfertigen sind. Darüber schreibe ich im ausführlichen Text zum Film (Link, s.o.).

8 – Prinzessin Kaguya – In einem Aquarellstil gehalten, der an traditionelle japanische Malerei erinnert. Lässt teils viel leeren Raum, besonders in städtischen Szenen. Dabei leider nicht ansatzweise so konsequent wie Feeling from Mountain and Water was zu mehreren Schwierigkeiten führt: Die Figuren in ihrem Klischee-(eher Serien als Film)-Anime-Stil wirken teils, als hätten sie sich in die Gemälde verirrt. Aus den besten Momenten wird wenig gemacht. Statt etwa ein wenig beim Mond über der Stadt zu verharren (eine der stärksten Einstellungen) folgt eine lächerliche Zeitraffer-renn-Szene, die besser in einen Flash-Gordon-Film passen würde. Vielleicht eine Folge davon, dass der Film lang und spannungsarm ist, da er auf einem Märchen mit Handlung eher für einen Kurzfilm basiert, und verzweifelt nach Wegen gesucht wurde, die über zwei Stunden actionreich wirken zu lassen. Der Aquarellstil stünde einem kürzeren Film auch besser an. Trotzdem sehenswert.

9 – Sleeping Beauty – Der Disney-Film mit den ästhetisch konsequentesten Einzelszenen. Sleeping Beauty wird neben Fantasia als der künstlerisch wertvollste Disney-Film gehandelt. Besonders hervorgehoben werden die Hintergrund- Zeichnungen und da ist mit Sicherheit etwas dran. Aber was wirklich überzeugt ist die Bildkomposition – man denke nur an die Tanzsszene am See („Once upon a Dream“). Ich habe den Film sozusagen zu Recherchezwecken angefangen, spät Abends, und musste dann dann mit mir kämpfen ihn überhaupt in der Mitte abzubrechen. Sleeping Beauty überzeugt, indem er seine „Künstlichkeit“ nie verbirgt und besonders die Technik der Multilevel-Kamera, mit transparenten Platten auf mehreren Ebenen, wiederum transparent macht: Der immer mild kubistisch wirkende Wald mit seinen vielfältigen Parallaxen, ebenso wie die Stadtansichten und die Burg. In solchen Bildern kann man sich verlieren.
Was sich nicht so wirklich ins Ganze fügt sind die sehr Disneyesquen Figuren, die teilweise wirken wie aus einem anderen Film in diese Hintergründe gestolpert. Zudem gibt es auch noch einen scharfen Kontrast zwischen weichen, animierten Hauptfiguren und scharfkantigen, steifen Statisten. Deshalb rangiert der wahrscheinlich ästhetisch durchkomponierteste Disneyfilm nicht höher auf meiner Topliste. Wo alles zusammen kommt, ist Sleeping Beauty ein Meisterwerk, das durch ein geradezu klassisch zu nennendes Konzept besticht. Aber anders als zB beim stärker auf Gefälligkeit zielenden Bernard und Bianca kommt eben öfter auch nicht alles ideal zusammen.

10 – Vater und Tochter – ist der Film, der sich am ehesten mit Feeling from Mountain and Water vergleichen lässt. Eine minimalistisch gestaltete wortlose Geschichte über erwachsen Werden, Verlust und Erinnerung. Der Vergleich erklärt aber auch, warum Vater und Tochter so viel tiefer rangiert als Feeling from Mountain and Water.
Die Bildkomposition ist sauber, aber übt selten dies Faszination aus, die Feeling from Mountain and Water dauerhaft aufrecht erhält. Die Musik, die in Feeling from Mountain and Water mit den Bildern verschmelzendes erzählerisches Mittel ist, wirkt generisch und eher wie Hintergrund. Und die Figuren fallen vom Rest ab, sobald sie in Farbe statt als Schatten gezeigt werden. Vater und Tochter fehlt die Dringlichkeit, die neben Feeling from Mountain and Water etwa auch den Filmen auf 2, 3 und manchen Szenen aus Sleeping Beauty innewohnt. Schön, aber nichts zum all zu häufig Schauen.

11 – Ghost in the Shell. Angesichts der Tatsache, dass dieser Film die 3 ½ schönsten Minuten der Filmgeschichte enthält, sollte man ihn vielleicht weiter oben erwarten, aber das Ganze ist uneinheitlich. Es gibt auch längere im besten Fall „funktionale“ Passagen, besonders wenn der Film in Innenräumen spielt. Ghost in the Shell gehört definitiv zu den schönsten animierten Filmen, aber über die Strecke ist es bei weitem nicht der schönste.

11b (außer Konkurenz) – Die zweite Häfte (das Ave Maria) aus Night on Bald Mountain and Ave Maria aus Fantasia. Ab dem Moment, in dem der Oberteufel sich in seine Flügel hüllt um zu schlafen, sanfter Frühnebel aufzieht und eine Lichter-Prozession zum Ave Maria über Brücken, gespiegelt im Wasser, durch einen Wald zieht, der dann und wann durch geschicktes Verschmelzen der Vordergrund/Hintergrund-Ebenen Züge einer gotischen Kathedrale annimmt, ab diesem Moment beginnt tatsächlich die schönste Sequenz in ganz Fantasia und eine Sequenz, die sich nicht nur mit anderen Höhepunkten der Kunst der Disney-Studios (Kutschfahrt und Tanz aus Cinderella, verschiedene Momente aus Sleeping Beauty, Intro und Flug aus Bernhard und Bianca) messen kann, sondern, wenn sie ein Ganzes wäre, auf Augenhöhe stünde mit from Mountain and Water. Aber geplant war nun einmal eine Liste der schönsten Animations-Filme, und auch wenn ich keine Untergrenze für die Kürze einzelner Filme gesetzt habe, ein halber Kurzfilm aus einem sehr wechselhaften Gesamtkunstwerk (mehr zu Fantasia im eigenen Artikel) von über zwei Stunden schafft es dann auch nur halb auf die Liste. Trotzdem empfehle ich absolut, sich diese Sequenz anzuschauen, sie ist wirklich wunderschön!

Weitere schöne Filme

Ab hier versammele ich Filme, die wunderschön anzusehen sind, aber nur noch schwierig in einer Reihe mit den bis jetzt genannten zu bringen und auch untereinander kaum noch in erhellender Weise aufeinander so zu beziehen, dass man eine Rangliste aufmachen könnte.

5 Centimeters per scond – Ich möchte diesen Film an erster Stelle unter den ungelisteten Filmen bringen, weil viele, die ihn kennen, es wahrscheinlich meiner Unkenntnis zuschreiben werden, ihn „vergessen“ zu haben. Man könnte sagen: Es handelt sich um den (zumindest soweit mir bekannt) mit Abstand eindrucksvollsten auf den Massenmarkt zielenden modernen Anime. Aber erinnert ihr euch noch an den anstrengenden Freund auf dem Spielplatz, der innerhalb von fünf Minuten zehnmal schreit: „Schau mal, was ich jetzt kann! Schau mal, ich balanciere auf einem Bein! Schau mal, ich habe mir mit dem Schwanz von der Katze einen Bart gemacht!“ Und so weiter und so fort. 5 Centimeters ist ein wenig das filmische Äquivalent davon. Alles glänzt. Ständig ist die Szene in weich ins Bild hineinblühende Farben gehüllt. Lensflares über Lensflares. Wirklich in jede Szene scheinen entweder goldene Lichter hinein oder es glüht nächtliches Neon. Licht, so ein idealer Bedeutungsträger im Film, wird bald bedeutungslos. Derweil fehlt dem Film etwa eine Szene wie die besprochenen dreieinhalb Minuten aus Ghost in the Shell. Etwas, das wirklich von einer durchdachten künstlerischen Sprache zeugt. Es ist ein Film, bei dem man jede Minute „Wow!“ ausrufen kann. Und dennoch leistet er nicht mehr, als dem Zuschauer das Gefühl zu geben, man habe für Studio-Ghibli-Filme den neuesten Grafikpatch installiert, der jetzt hardwareseitig Spiegelungen, Lichteffekte und Blur hinzufügt. Ich führe das hier in einem Artikel weiter aus.

Happy Time – ein schöner, möglicherweise Fragment gebliebender Indy-Shortfilm in Wasserfarben. Stark gezeichnet und von einer einheitlichen Vision getragen.

BambiBambi ist das ideale Beispiel für den Unterschied zwischen hübsch und schön. Dieser Film ist hübsch. Vielleicht auch süß oder putzig. Mit viel Liebe zum Detail gestaltet und was Disneys Multilevel-Kamera hier leistet beeindruckt. Die Szenen wirken z.b. deutlich detaillierter als in Sleeping Beauty. Aber künstlerisch ist nicht viel los. Im besten Fall fühlt man sich manchmal an romantische Landschafts- und Waldschinken erinnert. Ganz zum Schluss, als sich das Feuer im See spiegelt gibt es ein paar Bilder, die man nicht vergessen wird und deren Farbgebung und Komposition heraus stechen. Aber zwischendurch auch längere Sequenzen, die im besten Fall Silly-Symphony-Niveau erreichen. Ein sehr nett anzusehender Film und in seiner Zeit sicherlich technisch beeindruckend. Viel mehr aber nicht.

The Dot and the Line – A Romance in Lower Mathematics – Ich erwähne den eigentlich nur aus Enttäuschung, weil es so viel mehr hätte sein können. Visuell ein zehnminütiges Stück, das aus animierten (meist) grundlegende Formen, die in Beziehung zueinander gesetzt werden (besonders natürlich Punkt und Linie aus dem Titel) halbabstrakte Gemälde zusammensetzt und dabei eine einfache Geschichte erzählt.

Schrecklich aber, wie erzählt wird: in penetrantestem Voiceover. Hätte man sich das doch gespart. Nicht nur wäre einem diese ultrakonservative Auslegung des Ganzen samt allen verstaubten Kleidern aus der Mottenkiste der Geschlechterklischees erspart geblieben (Der Punkt ist eine Sie und steht auf Bad Boys, die Linie, Er, muss erst an sich arbeiten, um SIE zu beeindrucken usw), man hätte sich auch ernsthafter überlegen müssen, wie man die „Romanze“ durch Musik und Bewegung glaubhaft vermitteln kann. So ist es eine interessante Idee, mit einigen bildlich überzeugenden Momenten, doch das Ganze des Werks ist kaum erträglich.

Cinderella – Als Ganzes überdurchschnittlich aber nichts Besonderes. Aber die Szenen von der Abfahrt der Kutsche über den Tanz bis zum Ende der Flucht könnten in jeder Online-Enzyklopädie zur Illustration der Definition von „edel“ auf Dauerschleife laufen.

The Secret of Kells – Macht einiges richtig, um sich sowohl vom nullachtfünfzehn Zeichentrickfilm als auch von der gehobenen Disney-Animation und ähnlich gestalteten Filmen abzusetzen. Die Landschafts- und Dorfästhetik der runden Formen, teils bis ins mandalahafte gesteigert, greift einerseits überzeugend Gestaltungselemente des Book of Kells auf, das im Mittelpunkt der Handlung steht, ist aber trotz des hohen Abstraktionsniveaus überraschend überzeugend mit weichen Lichtverläufen, Regen und Ähnlichem zu kombinieren, als dass die Bilder auch überzeugen können, wenn man den Zusammenhang selbst gar nicht erkennt. Etwas zwiespältiger ist die Gestaltung der Figuren. Die sind offenkundig so, dass sie mit selbst runden Formen in die Rundungen der Landschaft passen und es gibt ein paar interessante Effekte, wie dass mehrere Figuren, wenn sie beieinander stehen, zu einer Art Meta-Figur verschmelzen. Mit der Figurenzeichnung des Book of Kells haben sie allerdings nichts zu tun, und hier drängt sich schon manchmal der Eindruck auf, diese Figuren wurden gewählt, weil sie in computergestützter Animation vergleichsweise einfach zu realisieren sind. Sie erinnern sehr an die Figurengestaltung von Nachmittags-Cartoons seit den Nullerjahren (Kim Possible etwa) und 90% aller Stock-Desings für hippe Figuren in Werbefilmen u.ä. (hier ein typisches Beispiel).
Und das fällt dann auch wieder auf die Hintergründe zurück. Denn spätestens wenn man die noch mal ein gutes Stück näher an das Book of Kells angelehnte Schlusssequenz sieht, fragt man sich: Warum nicht noch diesen letzten Schritt gehen und diese Ästhetik durch den ganzen Film ziehen? Warum dieses cutsy abstrahierende Distanzieren, das alles ein wenig wie papercut auswirken lässt, wo Filme wie Feeling from Mountain and water oder das Ave Maria (sie oben) sich voll in die Kunstperiode(n) stürzen, an die das Material sich ja doch anlehnend? Aus Kostengründen? Oder weil unsere Zeit Kunst ohne ironische Distanz nicht mehr aushält?
Apropos Distanz – Für die Gestaltung der schwarzen Nebenfigur Bruder Assoua hätte man wirklich etwas mehr Distanz zu rassistischen Karikaturen waren können. Ich bin mir sicher, das war keine Absicht, aber der Runde Kopf und die dicken Lippen, während sonst keine Figur überhaupt Lippen hat… das konterkarriert die wahrscheinlich inklussive Intension ziemlich.
Sicherlich Absicht dagegen war die Stereotypisierung der „Wikinger“ als teuflische Monster, die nichts anderes können als Morden und plündern. Mag sein, das lässt sich damit verteidigen, dass der ganze Film sehr eng aus der Perspektive der Dorfbewohner erzählt ist. Aber ich glaube, wenn Wikinger so etwas wie eine Anti-Defamation League hätten, wäre (zurecht) der Teufel los. Und es macht vor allem die Geschichte deutlich platter, als sie sein könnte…

The Song of the Sea – Ähnliches gilt auch für diese spätere Produktion des gleichen Regisseurs aus dem gleichen Studio. Im Schnitt noch etwas schöner bei den Hintergründen, insbesondere herrlich magische Landschaftsmomente. Aber die Innenräume langweilen regelmäßig und die Figuren erinnern wieder an Disneychannel-Nachmittagsprogramm und den zeitgenössischen „Corporate Art Style“. Man nehme nur die Szene, wo aus dem Berg der Riese erwacht. Denkt man sich da nicht: „Nehmt doch bitte schnell diesen schrecklichen Abklatsch von Zeus aus Disneys Hercules da weg, damit die Landschaft nicht entstellt wird“? Oder auch: „Welche Firma will mir jetzt schon wieder einen Riesen-Deal für meine Online-Marketing-Skills verkaufen?

Les Triplettes de Belleville — Hier kann ich mich kurz fassen. In den Stadtansichten teils wunderschöne, wenn auch repetitive Hintergründe. Aber die längeren Szenen in den Häusern sind optisch einfach langweilig und mit der Gestaltung der Figuren kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Fast wortlos erzählt, daher auf jeden Fall einen Blick wert, auch wenn man nicht an eine synchronisierte Version kommt.

The Lord of The Rings (1978) – Bakshis Herr der Ringe ist düster, erwachsen. Die Hintergründe wirken wie etwas, das bei vielen anderen Animationsfilmen eher als Concept-Art am Anfang gestanden hätte und dann für die Verfilmung gefälliger gemacht worden wäre. Wo Bildkomposition und Farbgebung perfekt gelingen, es das Ergebnis atemberaubend, unvergesslich, auch verstörend. Etwa als vor Bruchtal die Ringgeister Frodo jagen, während dieser den Ring trägt. All das findet statt vor bläulich-schwarzen Hintergründen und ist ansonsten eigentlich recht minimalistisch gestaltet, aber genau deshalb von unglaublicher Kraft. Oder: Die zur Abwechslung einmal leuchtenden Farben während Gandalfs Erzählung von seinem Kampf mit dem Balrog gegen Ende des Filmes. Oder auch: Die Schönheit Bruchtals, wenn aus der Totalen in den Rat gezoomt wird. Allerdings: Oft ist das Ganze leider zu düster, selbst wenn die Zeichnungen an sich gelungen sind. Erde ist braun, Wälder sind braun, Hobbits und Zwerge sind braun, Elben sind ein bisschen heller braun. Ihr könnt euch vorstellen, was am Ende dabei herauskommt: Eine große Matsch-Zeichnung, wie so ein verblasster Schinken im Museum, wo man nur noch schwer ausmachen kann, was im Bild eigentlich geschieht. Was dem Film aber das Rückrat bricht ist die heftig schwankende Qualität der Rotoskopie. Mehr dazu hier.

American Pop – Dieser Film Bakshis ist runder in seiner ästhetischen Gestaltung, die Figuren einheitlicher gezeichnet, in ihrer Pop-Art Ästhetik passen sie besser in die neo-impressionistischen Hintergründe. Auf der anderen Seite fehlen die ganz herausragenden Momente wie in LotR. Stark erzählt in vier verbundenen Kurzbiografien. Der Titel American Pop ist allerdings anmaßend, wo doch, obwohl Ansätze dazu bestehen, der schwarze Anteil an der amerikanischen Musiktradition sehr nebenbei behandelt wird und eine typisch weiße Crooner- bis Hippie-Geschichte erzählt wird.

Waltz with BashirWaltz with Bashir ist definitiv optisch ein besonderer Animationsfilm. Man hat das Gefühl, den Animationsstil zu kennen, doch dann fallen einem überraschend wenige Beispiele ein. Das Ganze sieht größtenteils aus wie ein Realfilm, über den eine Art Comic-Filter gelegt wurde. Ist aber deutlich aufwändiger entstanden. Details kennt Wikipedia. Der Film schafft es letztendlich nicht in die Liste, weil seine Qualität stark schwankt. Am überzeugendsten ist er in Nacht- und Traumszenen, der Abschied im Regen bei Minute 7 etwa ist ganz groß. Tagsüber und wenn Gesichter ins Spiel kommen, lässt sich das Ergebnis dann manchmal kaum von einer Rugrats-Folge oder etwas ähnlichem unterscheiden. Billigste Nachmittags-Cartoon-Impressionen. Beispiel: Der rennende und dann hinter dem Stein kauernde Soldat bei Minute 33.30 bis 33.50. Auch detailliertere Tageslicht-Sequenzen, etwa die Wald- bzw. Oliven(?)hain-Szene ab ca. Minute 42 erinnern eher an Zwischensequenzen aus 90er-Jahre Videospielen und beißen sich mit den stärkeren Bildern. Die Optik ist zudem eine, die mit der Zeit zu langweilen beginnt. Man wird nicht in der gleichen Weise übersättigt wie in Five Centimeters per Second, doch nach einer halben Stunde beginnt man sich zu denken: Diese Einstellung habe ich jetzt schon dreimal gesehen. Diese auch. Usw. Ach, wieder zwei Menschen mit Instagram-Comic-Filter, die sich gegenüber sitzen und reden. Noch ein Panzer und so weiter und so fort.

Teheran Tabu – Wird als rotoskopierter Animationsfilm geführt, wirkt aber eher wie ein Live-Action-Film mit Comicfilter. Vorteil: Uncanny-Valley-Effekte wie in LotR auf Minimum reduziert. Nachteil: Man fragt sich nach dem Grund des Pseudo-Animations-Effekts jenseits des pragmatischen (man konnte in Wien drehen und es nach Teheran aussehen lassen). Auch verschenkt die realfimartige Kamerabewegung die Chancen, einzelnen Bildern oder bewusst gewählten reduzierten Paralaxen Gewicht zu verleihen. Im Ganzen eher interessant als schön anzusehen. Aber spannende emotionale Geschichte, gut erzählt.

Fantasia – Man kann über künstlerisch anspruchsvollen (und ansprechenden) Animationsfilm nicht reden, ohne Disneys Fantasia (1941) zumindest zu erwähnen. Der zweistündige wortlose Musikfilm in 7 Stücken war ein Pionier der anspruchsvollen Animation. Sollte er nicht oben, in der Liste, stehen? Als Ganzes? Klares Nein. Historische Bedeutung =/ künstlerische Qualität. Dieser Film weiß einfach nicht, was er sein will, versucht von allem ein Bisschen. Wort/Bildkunstwerk? Silly Symphony? Bildungsfernsehen (!). Kaum zwei der 7 Einzelfilme würde man, sähe man sie einzeln, überhaupt dem selben Gesamtwerk zuordnen. Mehr hier.

Le Planet Sauvage – Schöner surrealistischer französischer Film mit eigenwilliger Optik. Paar tolle Szenen mit perfekter Synthese von Jazz-Fusion-Soundtrack und Dali-Esquen Bildern, aber im Ganzen nicht auf Höhe mit den „gelisteten“ Filmen.

Praktisch alle Studio Ghibli Filme. Warum ist keiner in der Liste? Siehe FAQ unten.

Pocahontas – hat die schönsten und ästhetisch zum Thema passendsten Landschaften der Disney Renaissance, aber die austauschbaren Happy-Meal-Figuren und die teils schrecklichen Gesichtsausdrücke verbieten es, den Film ernsthaft in die Nähe der oben gelisteten zu rücken.

Nils Holgersson – sieht hervorragend aus für eine Serie und könnte mit einzelnen Folgen, wenn ich „Film“ etwas weiter auslegen würde, gut sogar in der Liste stehen.

Feivel der Mauswanderer – Hübsch, aber selten herausragend: So richtig geflasht wird man eigentlich nur von der Szene über den Dächern nach etwas mehr als einer Stunde. Sehr schön gestaltet ist auch die Mondszene zum Lied „Somewhere out there“. Was immer wieder störend auffällt: Die scharf gezeichneten Figuren passen nicht so wirklich zu den eher weich gezeichneten Hintergründen. Es wirkt ein bisschen als hätten sich Disney-Figuren aus den Neunzigern in Filme der 80er verlaufen.

Aristocats – Wunderschönes Zeichentrick-Paris, könnte durchweg Bild für Bild als die etwas mindere Arbeit eines Pariser Bohème-Künstlers durchgehen. Heraus ragen die Szenen über den Dächern. Einer der zeichnerisch stärkeren Disneyfilme, aber keine ganz große Kunst.

Persepolis – siehe FAQ.

Batman the Animated Series – ist einzigartig in der Konsequenz seiner stilisierten Großstadtszenerie (Stichwort „Gothic Bauhaus“).

(not yet) Frequently asked Questions

  • Sag mal, kennst du Depp die Filme des Oscar-Preisträgers und mehrfach nominierten Alexandr Petrov nicht?

Doch, ich kenne den ehemaligen Kollegen von Norstein (Playlist mit den meisten Filmen). Seine Filme sind mE Kitsch. Teils sehr hübsche Bilder, aber schon bei den Szenerien immer wieder Momente, die an die Werke minderer Genre-Maler erinnern. Viel Sozrealism, und auch hier nicht auf Höhe mit den Besten. Aber jeder sollte verstehen, was an diesen Filmen aufstößt, wenn man in die zwischen Sowjetheroismus und Zwieback-Bäckchen oszilierenden Gesichter schaut, besonders der jungen Helden und der Kinder. Norstein mag ein paar Kanten haben, aber er fährt eine starke, sich nie anbiedernde, künstlerische Linie. Petrow ist in seinen frühen Filmen noch am stärksten (und man sollte sich durchaus alle Petrow-Filme anschauen). ABER unterm Strich bleibt Kitsch. Der Oscar-Film The Old Man and the Sea ist immerhin die perfekte Ost-West-Synthese. Er vereint Sowjet- und Disney-Kitschmomente. Petrov illustriert vll am Besten, was oben als Leitlinie dieser Zusammenstellung ausgegeben wurde: Dass zwischen hübsch, opulent, gefällig auf der einen Seite und schön auf der anderen eine riesige Kluft bestehen kann.

  • Warum nicht mehr Ghibli-Filme?

Weil die meisten ein ähnliches Problem haben, wie die Disney-Rennaissance-Filme. Sie sind stark, opulent gezeichnet (keine Frage, allen Rennaissance-Filmen außer vll Pocahontas überlegen), aber auch stilistisch recht austauschbar, ohne je ganz eigene Bildsprache. Ausnahmen: Nausicaa und Princess Kaguya. Nausicaa ist aber noch nicht rundum gelungen und Kaguya ist ja bereits mit Recht in der Liste.

  • Wenn du Feelings from Mountain and Water und den Büffelhirten so hoch einschätzt, dann hast du Uproar in Heaven wahrscheinlich einfach nicht gesehen, oder?

Doch, habe ich, dank eines sehenswerten YouTube-Videos über die Geschichte des Animationsfilms in China. Dort wurde der Film als der absolute Höhepunkt chinesische Animation eingeschätzt. Dem kann ich mich aber wirklich nicht anschließen.

Uproar in Heaven hat wirklich einige wunderschöne Bildhintergründe. Aber schon wenn man diese Hintergründe mit denen der zuvor genannten Film vergleicht, fällt auf, wie viel weniger Augenmerk auf die Details gelegt wurde. Stattdessen dominiert eine farbenfrohe Opulenz, die manchmal beeindrucken kann, aber immer wieder zu heftigen Brüchen im Stil führt. Die schwächeren Bilder, oft Close-Ups oder Innenräume, erinnern schon bei den Hintergründen stark an Nachmittags-Cartoons.

Und dann sind da die Figuren, die mit ihren harten Linien und ihrer einfachen, praktisch ohne Schattierung auskommenden Farbgebung wie ins Bild geklebte Fremdkörper wirken. Es gibt ein paar Ausnahmen, so etwa die Affen auf dem Blumen und Früchte – Berg oder die himmlischen Ernterinnen im Pfirsischgarten. Aber im Großen und Ganzen scheinen Vordergrund und Hintergrund ständig im Streit zu liegen. Überhaupt stellt sich diese phänomenale Synthese von Bild, Animation, Geschichte und Musik hier nie ein. Es ist ein zweistündiger Film über den Affenkönig, der Schabernack treibt, die Musik ist ähnlich wie in Disneys Silly Symphonies vor allem kurzweilige Untermalung dessen.

  • Was ist mit Persepolis?

Persepolis hat einen eigenwilligen (größtenteils) schwarz-weiß Stil, der in einigen Stadtansichten mit seinen kubistisch wirkenden weißen Flächen und den schwarzen Schatten davor starken Eindruck machen kann. Auch ein paar „Geschichten in der Geschichte“ sind schön illustriert. Allerdings sehen viele Szenen, bei denen die Figuren im Mittelpunkt stehen, aus, als habe man einfach eine Nickelodeonserie entsättigt. Entsprechend schwach auch die farbigen Passagen. Wenn man sich nach dem Vorspann regelmäßig fragt „warum kann der Film nicht mehr wie der Vorspann sein?“, fehlt etwas zur ganz großen Klasse.

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