5x Hoffnungsvolles im Angesicht der Corona-Krise und weitere Texte für DieKolumnisten

Heute möchte ich mal wieder auf einige meiner Texte für DieKolumnisten hinweisen. Das für die meisten wichtigste zuerst (Links in den Überschriften):

5x Hoffnungsvolles im Angesicht der Corona-Krise

1) Die nächste Weltwirtschaftskrise wäre gekommen, wahrscheinlich innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre, Deutschland befand sich de facto schon in einer Rezession. Die Menschen verstehen die krisenhaften Entwicklungen des Kapitalismus aber unglaublich schlecht, und da auch die nächste Flüchtlingskrise im Laufen ist (in Wirklichkeit nie richtig vorbei war), ist Europa auch ohne Coronavirus weiterhin in großer Gefahr*1.

Die Pandemie als Krise ist dagegen sehr verständlich. Die Menschen jammern zwar über Veranstaltungsabsagen, aber mittlerweile scheint zu den meisten durchgedrungen zu sein, wie ernst die Lage ist. Diese Krise könnte die sowieso anstehende politisch-ökonomische überdecken, und statt des Kampfes gegeneinander den Kampf aller gemeinsam gegen die Krankheit in den Mittelpunkt rücken. Dazu müssen aber auch demokratische Regierungen zeigen, dass sie der Lage gewachsen sind. Keinesfalls darf sich das Krisennarrativ einstellen, dass nur autoritär regierte Staaten mit solchen Herausforderungen zurechtkommen.

*1 Ein Leser wies mich darauf hin, dieser Satz lese sich so, als seien Flüchtlinge eine Gefahr. Die Gefahr, das sollte durch den Rest des Textes aber deutlich werden, sind nicht die Menschen die kommen, sondern die Erfahrung, dass Europa zwischen Wirtschaftskrise und Wahlsiegen rechtsradikaler Parteien endgültig abgewickelt werden könnte. Der Satz so allein stehend kann allerdings missverstanden werden. Er steht aber nicht allein.

2) Damit zusammenhängend: Westeuropäer heute sind nicht an ernsthafte Krisen gewöhnt. Auch deshalb vielleicht wird jedesmal der Untergang des Abendlandes befürchtet, wenn jemand mit der „falschen“ Hautfarbe beim Bäcker hinter einem steht oder Sparerträge sich nicht entwickeln wie erhofft. Innerhalb aller Krisen spielt neben harten Fakten die Psychologie (die natürlich auch ein Faktum ist, doch ein zum Teil zumindest wandelbares) eine wichtige Rolle. (…)

Persönlich war mir aber dieser lang vorbereitete Text wichtiger:

Pomme – eine starke Stimme aus Frankreich

Ich schreibe ungern über Pop. Ein Großteil des Für und Widers in Streits über Popmusik, worin ich ausdrücklich alles von Prog-Rock bis Schlager und dessen etwas ruppigen Bruder, den Punk, einbegriffen wissen möchte, speist sich aus der Nostalgie: Welche Musik hat mich in besonderen Lebensphasen begleitet? Dennoch möchte ich im Fall von Pomme in gebotener Kürze eine Ausnahme machen, denn diese Musikerin ist für mich das Beste aus Frankreich, was ich seit Brel zu hören bekommen habe, und sie steht, glaube ich, auch für eine breitere hoffungsvolle Entwicklung (ja, Brel ist ursprünglich aus Belgien, aber ihr versteht schon, nicht? Wenige stehen so für den französischen Chanson wie er…).

Ich habe ja bereits in einem anderen Text vor allem mit Blick auf die erfolgreichen Musiktheorie-Kanäle rund um neue klassische und Jazzmusik den sogenannten „Tod der Melodie“ in der Popmusik zum irrelevantesten Niedergang der Musikgeschichte erklärt. Und Digital-Native-Musikerinnen wie Pomme, die in Frankreich längst sehr erfolgreich ist, aber in Deutschland wohl noch größtenteils unbekannt, bestätigen das auch mitten im Zentrum der Popmusik (und wahrscheinlich gibt es sie auch en masse in den eher elektronisch geprägten Sparten des Pop, die mich weniger interessieren).

Es begeistert diese wundervoll unaufgeregte Vortragsweise, mit starkem Anklang an klassischen Chanson, aber ohne Angst auch vor etwas strapazierenden Momenten z.B. im Live-Vortrag (…)

Ein herausragender Zeitroman – Die Siliziuminsel von Chen Quifan

Die Siliziuminsel von Chen Quifan ist ein herausragender Zeitroman mit einigen Schwächen in der zweiten Häfte.Dass prominent auf der Titelseite von Die Sliziuminsel ausgerechnet ein Lob des hoffnungslos überbewerteten Liu Cixin prangt, mag dem Autor ökonomische Vorteile bringen, literarisch hat das Werk den Vergleich nicht verdient. Ich habe über Die Drei Sonnen bereits geschrieben, doch tatsächlich lassen sich im Vergleich mit Die Silizium Insel die Schwächen von Die drei Sonnen noch einmal deutlich herausarbeiten und zugleich den Blick auf die Stärken des überzeugenderen Romans von Chen Quifan lenken (…)

 

PS: Kann mir jemand erklären, warum seit Neuestem IMMER der 3. Beitrag das Format selbstständig ändert???

Bild:  Pixabay, gemeinfrei

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