Zum Glück altert gute Literatur ja nicht. Und auch interessante Literaturkritiken altern entsprechend langsam. Denn beim Erstellen meiner Blogschauen brauche ich deutlich länger, als mit neuen Artikeln. Jetzt sind es übrigens auch schon gut zwei Monate, seit ich meinen Blog auf Facebook nicht mehr teilen kann. Und von Zeit zu Zeit entdeckt man BloggerInnen, denen es ähnlich geht. Auch Wolfgangschiffer teilt anscheinend mein Problem: Sein Blog wird von Facebook geblockt.

Teilt doch bitte unsere Seiten öfter mal auf Facebook, und wenn das dann als Spam gefiltert wird, beschwert euch. Alleine schafft man das nicht, eher wird man am Ende noch gesperrt.

Jetzt aber die Blogschau:

Frau Hemingway erklärt, warum sie findet, dass der Literaturnobelpreis abgeschafft gehört.
Über die beiden Testamente Kafkas schreibt 54books: Wem gehört Franz Kafka?
Bersarin reflektiert augedehnt die Faszination Kafkas – nebst weiterer Gedanken zur Literatur und zum Lesen.
Meine jüngere Kafka-Auseinandersetzung.

Britlitscout betrachtet den Trojanischen Krieg aus Sicht der Briseis – es geht um The Silence of the Girls von Pat Barker, nominiert für den Orange Price for Fiction.
Clemens J. Setz ist einer der herausragenden Autoren unserer Zeit. Seinen Erzählband Der Trost runder Dinge bespricht unter anderem Bookster HRO
Weiter arbeitet sich Lenariess durch Alfred Doeblins November 1918 Eine deutsche Revolution. Und mittlerweile noch weiter.
Über einen Vortrag JM Coetzees zur Hegemonie der englischen Sprache berichtet nochmal BritLitScout.
Als raffinierte Mischform aus Biographie und Roman stellt 54 Books Saša Stanišićs Herkunft vor. Nicht ganz so überzeugt ist das Buchrevier.

Vom Streit um die Wikipedia-Liste von SF-Autorinnen berichtet Alessandra Ress in den Märzansichten. Ebenfalls dort: Vergessene Fantasy-Romane.
Zum Neustark von We Read Indie mit neuem Team: Bücher aus Indieverlagen – Eine kleine Liebeserklarung/
Zehn originelle Science Fiction Romane möchte Enpunkt in den Blick rücken.
Literaturleuchtet stellt Romane vor, die sich mit Kunst und KünstlerInnen beschäftigen.

Leseschatz hat Der Platz von Annie Erneaux gelesen und einen dichten autobiografisch geprägten Roman entdeckt, der „neue Formen der Selbstbetrachtung“ geschaffen habe.
Als ein Buch, aus dem man nicht ganz schlau wird, enteckt Bücherwurmloch Die zehn Lieben des Nishino und stellt Überlegungen zur Distanziertheit der dominanten Erzählweise in der heutigen japanischen Literatur an.
Buchuhu findet in Ekaterine Togonidzes Einsame Schwestern einen eindringlichen Roman voller starker Symbole und Bilder, der um ein Paar „Siamesischer Zwillinge“ kreist.

Ein Mamutwerk bespricht Masuko13. Max – Mischa & die Tet-Offensive von Johan Harstad ist ein großer Familien- und Gesellschaftsroman, durch den sich leitmotivisch Copollas Apocalypse Now zieht.
Über eine phantastische Geistergeschichte mit wahrem (?) Hintergrund schreibt Lesbar-Online
Und Schiefgelesen stellt No Bones von Anna Burns als spannenden Roman über die jüngere irische Geschichte vor, wobei formales Experiment und Stoff im weitgehend Einklang stehen.