Beim 1. Versuch hat der Text mir das Blog zerschossen…
habe den Fehler wohl gefunden

„Maxim und Fjodor“ ist ein herrliches kleines Buch. Ich möchte nicht sagen, ein Roman, denn darüber ließe sich ewig streiten. In kurzen Kapiteln versammelt Autor Schinkarjow Episoden und Sentenzen aus dem Leben der Titelhelden und ihrer Schüler, die einen kruden Zen-Buddhismus samt parodistischer Einsprengsel auf den Marxismus-Leninismus leben, oder einfacher gesagt in den Tag hinein saufen:

„Einmal fragte Maxim Pjotr, worin seiner Meinung nach der Sinn des Zen bestehe. „,Zen‘, sagte Pjotr, der elegante, aber nicht sehr tiefsinnige Vergleiche liebte, ,das ist die Fähigkeit, mit einer Viertelliterflasche Wodka zwei ganze Wassergläser zu füllen.‘ ,Mit einer leeren‘, fügte Wassili hinzu. Maxim richtete den Blick auf Fjodor. ,Und den Wodka nicht zu trinken‘, sprach Fjodor. Maxim nickte zufrieden und sagte: ,Und ihn nicht in Gläser zu füllen.'““

Einige Kapitel sind als Frage-Antwort-Spiel aufgebaut wie die Analekten des Konfuzius, andere als absurde Theaterstücke oder auch mal als klassische Erzählung. Die versammelten Typen erinnern ein wenig an Steinbecks Helden aus Tortilla Flat, aber die Handlung ist gebrochener, wenn überhaupt vorhanden…

Den Text gibt es hier auf russisch.

Bild: Pixabay, gemeinfrei