Mal wieder ein Update meiner Aktivitäten abseits vom Blog: Für DieKolumnisten habe ich Nadine Gordimers Die Hauswaffe besprochen:

„Immer wieder bricht hervor, wie wenig der Rassismus überwunden ist, der die Gesellschaft so lange geprägt hat. Obwohl Harald und Caudia viel darauf halten, nie Vorurteile gehegt zu haben, erfüllt sie die Wahl des schwarzen Anwaltes Hamilton Motsamai durch den Sohn mit großer Sorge. Sie rationalisieren das: Während der Apartheid konnten Schwarze nicht praktizieren, wenn sie Prozesserfahrung haben, dann aus dem Ausland. Und dieser Einwand ist nicht ganz von der Hand zu weisen: Rassismus schafft mit der Zeit reale, materielle Unterschiede. Hier deutet der Roman klar an, warum man die Beschäftigung mit dem Apartheidsregime nach dessen Abschaffung nicht einfach ad acta legen kann und warum es durchaus Gründe gibt, auch lange nach dessen offiziellem Ende noch Maßnahmen zur Wiedergutmachung der Verbrechen und des Nutznießertums zu ergreifen. Allerdings bleibt es dabei nicht. Harald und Caudia erlauben sich immer wieder auch offenkundig durch nichts mehr zu rationalisierende Zweifel am Anwalt, dessen Fähigkeiten jedoch bald all zu deutlich werden(…)“

Und auch die Zweite Blogschau der Reihe Störer der Nachtigall – Sören liest sich  durchs Netz ist erschienen. Aufgrund anhaltender Ping-Unsicherheit und für schnelle Rückmeldungen hier die Kurzfassung:

Auf Zeilensprünge geht es um Moonglow von Michael Chabon, bei The Lost Art of Keeping Secrets um Märchen  für Erwachsene . Wolf Haas‘ Verteidigung der Missionarsstellung wird mit Ulysses verglichen und japanischen Cyberpunk“ präsentiert Fischer-Tor (Hinweis von Fragmentansichten). Bei Lust auf Lesen geht es um die die Neuübersetzung von Ulysses. Über den Zauberberg und über die  Wahlverwandtschaften. schreibt Comparaison d’Etre. Über It Can’t Happen here Bonaventura. Bei Notizhefte geht es um Hermann Brochs Esch oder die Anarchie. „Von trinkenden Frauen“ berichtet Travel Without Moving. Aus unabhängigen Verlagen gelesen wird Der letzte Schnee von Arno Camenisch. Sätze und Schätze schreibt über Vicky Baum und Bingereader kennt die Lieblingsbücher David Bowies. zuletzt stellt Schiefgelesen Die himmelblauen Berge von Reso Tscheischwili vor.

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