Neubetrachtung nach 2. Lektüre – JAZZ von Tony Morrison

Vergangenes Jahr ist von Toni Morrison God Help the Child auf deutsch erschienen, das bis heute vielfach besprochen wird. Ich bin derweil endlich zu meiner Zweitlektüre von Jazz gekommen und konnte den Artikel noch rechtzeitig zum Black History Month updaten (u.a. BritLitScout und Lesen… in vollen Zügen haben Leselisten gebloggt). Nochmal der Abriss meiner ungewöhnlichen mehrschrittigen Besprechung (der erste Teil ist integriert und muss nicht seperat gelesen werden):

Ich habe Jazz mit sehr großen Erwartungen begonnen, und es gibt diese Texte, deren Rhythmus und Melodie sich erst nach mehrmaligem Lesen wirklich spüren lassen. Tatsächlich mildern sich die hier geschilderten negativen Eindrücke gegen Mitte des Buches ab (Und noch mehr nach Konsultation des Hörbuches, s.u.), ob das aber die Probleme aufhebt, die ich mit der ersten Hälfte habe, wird sich frühestens bei zweiter Lektüre zeigen. Es folgt eine Besprechung in 3 Stufen: Eintwickelt während Lektüre – Normalschrift. Reflexion nach einigen Tagen: kursiv. Kommentar nach Relektüre: Courier, hauptsächlich in Fußnoten. Das mag etwas chaotisch aussehen, macht aber den Entwicklungsprozess einmal wirklich durchsichtig.

Anfänglicher Zwiespalt

Von diesem Roman habe ich bisher einen eher zwiespältigen Eindruck. Nachdem mein Morrison-Debüt Sula trotz einiger etwas sehr romantischer Einschläge sehr zu begeistern vermochte und nach der Lektüre einiger Besprechungen hatte ich von Jazz die mE berechtigte Hoffnung eines dieser ganz großen Meisterwerke erwarten zu dürfen, bei denen wirklich alles stimmt. Müsste ich allerdings entscheiden, welchen Text ich direkt zweites Mal lesen, fiele die Wahl wohl auf Sula. 1

Es stimmt: Jazz ist nicht nur der wohl komplexeste Roman Morrisons, sondern wohl einer der komplexesten überhaupt. Die relativ einfache Geschichte (New York der Zwanzigerjahre, ein Mann ersticht seine jüngere Geliebte, die Frau attackiert auf der Beerdigung die Tote mit dem Messer) wird in den insgesamt 10 Kapiteln von immer neuen Seiten angepackt und aufgerollt. Jedes Kapitel wird von (grob gerechnet) einer Stimmen dominiert, wobei all das durch eine Icherzählerin gefiltert wird, die über 90 % des Buches wie eine auktoriale Erzählerin agiert. Der Alltag der Figuren unmittelbar vor Mord und Beerdigung wird ebenso aufgearbeitet wie Kindheit und Jugend im tiefen Süden, einige Familienmitglieder, deren Leben dann sozusagen als Rede dritter Ordnung (X erzählt, XY habe erzählt) wiedergegeben wird, erweitern den Fokus des Romans noch einmal bis in die Jahre vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Das ist hochambitioniert, und der Roman ist sauber auskomponiert: die ersten drei oder vier Kapitel entfalten sich als Fortsetzungen eines einzelnen Gedankens (Sht, I know that woman… / Or used to … / Like that day in July, when…), in späteren wird jeweils aus neuer Perspektive eine Idee oder ein Eindruck vom Schluss des vorangegangenen Kapitels wieder aufgegriffen. Das könnte eines dieser perfekten Bücher sein, das Buch, auf das ich gehofft habe, ein Roman an dem alles passt. Newyorkcity1935

Aber: Vielleicht passt es eben doch nicht. Ein wenig macht es auf mich den Eindruck, als würde da zu viel gewollt. Der Text ist dicht. Ungeheuer dicht. Die Masse an Charakteren, die nicht nur auftreten, sondern mit emotionalem Innenleben, Vergangenheit und Gedanken zum zentralen Vorfall ausgestattet werden wollen, ist immens. Das hat den Effekt, dass Verbrechen und Folgen manchmal wirken wie ein relativ willkürliches Ereignis, an dem Lebensgeschichten aufgehängt werden. Und die sind so dicht ineinander gedrängt, dass sie am Leser praktisch vorbei rauschen. Kein Bild bleibt hängen, kein Charakter präsent, wenn man das Buch zwischenzeitlich schließt.2

Das ist in Ordnung, wenn man ein Werk konsequent auf Befremdlichkeit auslegt wie es etwa Thomas Pynchon tut. Doch bei Morrison beißen sich der Wille zum Naturalismus und der Wille zur radikalen Durchformung des Werks. Vielleicht wäre gerade in den ersten Kapiteln weniger mehr gewesen: Figuren, die auf so engem Raum wie in einem Schachspiel (oder wie es andere Besprechung des Romanes wollen, wie Stimmen in einem Musikstück) bewegt werden, könnten durchaus ein Mehr an Oberflächlichkeit gebrauchen. Andererseits: Nach vollständiger Lektüre bleibt viel zum hin und her Wälzen. Und auch von den Figuren mehr, als anfangs erwartet…

Tradition/Moderne

Oberflächlichkeit: gerade damit erzeugte Morisson zB in Sula Tiefe. Die pulsierende Sprache der schillernden Beschreibungen, die Messerschärfe der Dialoge, dass radikale Show don’t Tell stellte in Sula die Handlung als Bilder vor Augen, die man sacken lassen musste, die sich tief einprägten. So radikal modern Jazz auf den ersten Blick daherkommt, abseits der häufigen Zeit und Perspektivechse ist die Erzählung streckenweise recht traditionell gehalten. Hier wird viel mehr erklärt als in früheren Büchern der Autorin: wie sich so eine Stadt anfühle, wie es sich anfühle, mit einer Art gespaltenen Persönlichkeit zu leben, usw. usf. Es wirkt ein wenig, als hätte Morisson, die zuvor in eher ländlichen Milieus schrieb noch nicht wirklich die Sprache gefunden, um Sound und Rhythmus der Großstadt lebendig werden zu lassen, deshalb lässt sie Figuren ihre Stadtgefühle schildern (Morrison berichtet selbst von genau solchen Zweifeln im Vorwort, dass ich mir übrigens erst nach dem Roman vorgenommen habe). Und klingt die Stadt, klingt sie grau, beengend, gehetzt und ein wenig generisch. (Es handelt sich offenkundig um NY, dennoch spricht Jazz – auch generisch – stets von The City). Die graue Verdichtung ist offenkundig Absicht: die starken Bilder, hier und da finden Sie nämlich ihren Platz – wenn die Autorin ihre Protagonisten gedanklich in ihre Herkunfts Orte zurückkehren lässt oder wenn Joe und Violett mit dem Zug aus dem Deep South in die Freiheit „tanzen“ – solches kontrastiert bewusst zur Stadt.

slavery1

Aber die andere Seite der Stadt, die Morrison offenkundig doch wichtig ist, oft genug wird darüber geredet, das Befreiende, das Wilde, das Überschwängliche, die findet ihren Weg in die Sprache kaum. (oder: spät? Tatsächlich wandelte sich der oft geradezu nervige Eindruck, den ich von Jazz hatte so etwa ab Seite 120, um vielleicht ab 160 oder 170 einen vornehmlich positiven Platz zu machen. Das ist genau die Passage der längeren Rückblenden. Hier ist die Autorin in ihrem alten Element, doch: Das strahlt auch auf das neue Szenario aus. Wenn der Mörder Joe Trace, dessen geheimnisvolle Kindheit wir jetzt kennen gelernt haben, später durch die Stadt streift, den Mord zu begehen, von dem wir schon wissen, wenn das Opfer Dorcas ihre letzte Party feiert, dann ist er plötzlich doch da, dieser Sound, den Morrison gesucht hat: Diese treibende, pulsierende, doch melancholische Musik… lässt die sich bei neuerlicher Lektüre auch in die vorherigen Kapitel transportieren, ist also ein Rezeptionsproblem? Oder fehlt dort nicht doch der Jazz in Jazz, ist dort nicht zuviel Grau ohne blaue Noten, zu viel, um einem unzeitgemäßen Begriff zu bemühen: Emo?)3

Auch der Versuch der all zu runden Anlage über die „auktoriale Icherzählerin“ bekommt dem Roman (zumindest auf den ersten Blick) nicht: wie kann diese Person so tief in die anderen Charaktere hinein schauen? Woher weiß sie das alles? s.u., das halte ich mittlerweile für deutlich gelungener Eine Rahmenfiktion für einen polyphonen Roman muss entweder perfekt begründet sein oder man lässt sie weg. Polyphonie rechtfertigt sich selbst über den Klang, über das Gefühl beim Lesen eine Einheit zu erleben, die sich nach und nach herstellt. Eine schwache Begründung erstickt die Entfaltung der Einzelstimmen unter deren Restriktionen und offenen Fragen. (Aber ist die Begründung schwach? Morrison wählt im Schlusskapitel die Option der Entführung von Autor und Erzähler, die Offenlegung der Probleme der Bearbeitung dieses komplexen Stoffes. Das ist nicht ganz neu und für gewöhnlich etwas billig. Allerdings ist das tatsächlich erzählerisch super kaltschnäuzig gelöst: Jazz lässt der „auktoriale Icherzählerin“ nicht das Schlusswort. Nachdem diese zugegeben hat, ihren Figuren Gefühle und Vergangenheiten erfunden zu haben geht der Roman einfach weiter, klingt nach, schwingt aus und lässt die Fiktion noch über das Geständniss triumphieren…)4

 

Jazz – der Titel wird regelmäßig darauf bezogen, dass der Roman wie ein Jazzstück komponiert sei. Das scheint mir (wir sind wieder auf Ebene der ersten Lektüre) fragwürdig: Genau das improvisiert Forsche, das spielerische Moment, dass das Beste am Jazz ausmacht, kommt nicht recht zum Zuge. Jazz ließe sich eher wie Woolfs Mrs Dalloway mit einem vielfach fugierten klassischen Werk vergleichen. Allerdings fehlt Jazz ein wenig die Eleganz des Zweiteren. (dabei bleibe ich mit den weiter oben gemachten Einschränkungen. Das muss letztendlich aber nicht z negativ beurteilt werden: die Konsequenz der Klassik mit der Coolness des Jazz zu kreuzen, das halte ich nicht nur literarisch für ein erstrebenswertes Unterfangen. Sollte man feststellen, dass das Morrison gelungen ist, würde es natürlich Ambitionen und Gegenstand voll gerecht)

Gemessen an den Ansprüchen, die andere Romane von Morrison und die Kritik an Jazz geweckt haben, hat mich das Werk phasenweise sehr enttäuscht. Ein faszinierender Versuch eines großen Wurfes, eines Romans der Romane, ist es dennoch. Ab der zweiten Hälfte kommt zunehmend echte Begeisterung auf, die dann auch den vielleicht doch überfrachteten Auftakt versöhnlicher sehen lässt. Daran wird noch zu knabbern sein. Morrisons „City“ wird nicht von den ersten Seiten an so lebendig, wie etwa Dos Passos NY aus Manhattan Transfer, und das Geflecht der Charaktäre erwacht nicht ähnlich eindringlich zum Leben wie in Wollfs Mrs Dalloway oder To the Lighthouse – drei absolute Jahrhundertromane, die vielleicht am ehesten taugen um dieses ambitionierte Werk an ihnen zu messen. Auf der anderen Seite will Ja was die Substanz des Erzählten betrifft, eben noch deutlich über die lose verbundenen kleinen Geschichten von Manhattan Transfer und das im Großen und Ganzen doch bürgerlich begrenzte Sittenbild von Mrs Dalloway oder To the Lighthouse hinaus. Es ist folgerichtig, dass ein solches Werk nicht in der gleichen Weise wohl durchformt sein kann. Schon Ligh war ja durchaus Rustikaler als Dallo Die Frage ist: Ist Rustikalität bewusst und gelungen, oder erstickt die Konstruktion nicht doch einige der besten Absichten Morrisons…?5

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Nachtrag zu einem Vorwurf, der Jazz manchmal gemacht wird. Der Roman sei Freiheits- und Lustfeindlich. Nicht nur komme der Mörder davon und habe sogar noch ein relativ gutes Leben, Dorcas, die einfach nur ihr Leben genießen wollte werde von verschiedenen Charakteren, der Erzählerin inklusive, als letztlich irgendwie auch selbst schuld an ihrem Tod dargestellt. Das stimmt. Aber nur insoweit man oberflächlich liest. Alle diese Leute, wiederum die Erzählerin inklusive, sind selbst höchst fehlerhafte Menschen, wie überhaupt alle die in Jazz auftreten. Sie neiden Dorcas ihr kleines Glück, ihr gutes Aussehen, sogar noch die verhängnisvolle Eigenschaft, die Dinge leicht zu nehmen. Und sie versuchen in ihrem harschen Urteil zu verdrängen, dass Ähnliches unter ihnen fast jedem passieren könnte. Denn das „schwarze Harlem“ und die „schwarze USA“ stehen hier praktisch außerhalb des Gesetzes, wenn es daran geht eigene Rechte durchzusetzen. Deshalb kann Joe Trace nicht verfolgt werden, deshalb ist es im Roman ein wichtiges Thema, dass Frauen sich bewaffnen. Und so wird dann auch in einem zentralen Moment die Verurteilung Dorcas erschüttert. Wenige Seiten vor Schluss, nachdem die Erzählerin nämlich grade ihre vernichtenden Worte über das „leichte“ Mädchen gesprochen hat, bricht sie selbst weinend zusammen. Da scheint das Motiv unter dem Hass auf: Trauer. Man wirft Morrison übrigens für Sula spiegelbildlich vor, sie feiere eine verantwortungslose selbstsüchtige Person, die sogar ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Ein Widerspruch? Nein: die Sache ist viel einfacher: Morrison ist Schriftstellerin, keine Moralistin.

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1Mittlerweile habe ich entschieden und es ist mir gelungen eine relativ seltene komplette Hörbuchversion von Jazz zu bekommen. Grund war die Tatsache, dass ich vom Lesen relativ schnell in eine geradezu physische Unruhe gedrängt wurde … das nährte den Verdacht, dass ich mit dem Schriftbild Probleme haben könnte (ist mir schon ein paar Mal passiert, dass nicht der Textinhalt, sondern das Layout auf der Seite regelrecht genervt hat)

2 Dieser Eindruck ist nach der zweiten Lektüre nicht mehr ganz so stark. Allerdings hatte man nun auch die Zeit zwischen den Lektüren Bilder zu formen, erzwungen nochmal dadurch, dass ich mich sehr intensiv mit dem Text beschäftigt habe. Das Werk ist noch dichter als beim ersten Mal erfahren, das erste Kapitel praktisch ein Rundgang durch das ganze Buch, ohne dabei den Rest überflüssig zu machen. Vorgriffe auf Handlung, Setting, Atmosphäre werden praktisch überall gestreut, erst beim zweiten Lesen kann man das wirklich wertschätzen. Doch: So ein richtig plastisches Bild vom Harlem der 20er Jahre, wie es zum Beispiel Llosas Gespräch in der Kathedrale für Lima heraufbeschwört, entsteht einfach nicht vorm inneren Auge. Vielleicht eher hastige Szenen in Sepiatönen (dieses Bild wird im Roman anfangs selbst bemüht und am Ende kassiert)… das wiederum deckt sich durchaus mit meiner Leseerfahrung.

3Daran möchte ich festhalten. Tatsächlich kommt die innere Unruhe im ersten Kapitel auch beim Hörbuch wieder auf. Gerade anfangs ist Jazz ein brutaler Downer. Die depressive Grundstimmung zieht sich bis in den Satzbau der fingierten Mündlichkeit der Erzählerin. Was das betrifft muss man natürlich den Hut ziehen: Sprache, Lebenssituation, Stimmung, bilden eine Einheit. Aber das Schillernde, das Grandiose des Stadtlebens, das durchaus ja auch früh angesprochen wird, macht sich sprachlich erst sehr späte bemerkbar (s.o.).

4Damit bin ich mittlerweile relativ zufrieden. Es ist sicher ein Problem dieser Lektüre, dass ich ein ganz anderes Buch erwartet habe. Jazz filtert alle Erfahrungen durch die Erzählperspektive der „Auktorialen Icherzählerin“ und führt das letztendlich in einem Gänsehautmoment zusammen. Ich hatte mehr „Show, dont Tell“, mehr echte Großstadtpolyphonie erwartet, das kann man dem Roman kaum zum Vorwurf machen. Der ist ein durchaus konsequentes Geflecht von Schleifen und Variationen immer wieder ähnlicher Themen, das sich langsam aufschaukelt. Einzelne Stimmen: Ja, aber keinen autonom geführten wie es die klassische Kompositionsweise (im musikalischen Sinn) gestatten würde.

5Siehe Fußnote 4. Ich denke Jazz führt seine Welt in konsequenter weise sprachlich-strukturell durch. Da mag es auch konsequent sein, dass der Text bis in den Satzbau hinein immer wieder regelrecht deprimiert, mit dieser bluesig gedrückten Erzählhaltung… es bleibt aber phasenweise schwer, das zu „genießen“ (kein Wunder…) wie das bei den anderen genannten Texten durchaus geht. Das darf man natürlich auch zum Besten Morrisons auslegen. Man kann sich von Jazz nicht überspülen lassen, der Roman zwingt in jedem Sinne zu einer starken Reaktion und zu Engagement mit dem Text. Ich sehe in Jazz eine herausragende sprachliche und kompositorische Arbeit, es bleibt aber ein Roman, mit dem ich mir vor allem anfangs schwer tue. Was die harten Fakten betrifft führe ich das vor allem auf den Kontrast zwischen der relativ traditionellen mündlichen Erzählweise und der hektischen Großstadtszenerie zurück. Allerdings hat auch der seine Berechtigung. Man muss bedenken, dass die meisten Städter Neuankömmlinge der sogenannten „Great Migration“ sind. Menschen, deren Vorfahren unter Sklaverei, und die selbst unter andauernder Diskriminierung leidend, vor allem auch ihre orale Tradition hatten, die weitergegebenen Geschichten, um sich eine Identität zu wahren/aufzubauen. Da ist die Polarität von Jazz zwischen polyphonem Großstadtroman und mündlicher Erzählung durchaus folgerichtig. Schwer zu verdauen ist das Ganze dennoch. Sauer auf stößt allerdings weiterhin, dass die am angenehmsten zu lesenden Passagen die Rückblicke aufs Landleben sind, die besonders das dritte Viertel dominieren. Die Stadt ist Molloch und Befreiung. So weit, so klar. Mit den notierten leichten Abstrichen wird das am Ende auch gestalterisch deutlich. Aber das Land (man bedenke: Das Land des tiefen Südens, der Sklaverei, der Jim Crow Gesetze…) das klingt vielleicht ein wenig zu süßlich nach.

Bild: [Portrait of Billie Holiday, Downbeat, New York, N.Y., ca. Feb. 1947] (LOC), Library of Congress, gemeinfrei.

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