Faszinierend, wie die Altbackenheit eines frühen Pop(Literatur)-„Hits“ wie American Psycho unmittelbar mit dem Versuch zu korrelieren scheint, derselben vorzubauen. Denn fast keine popkulturelle Referenz ist wie zB bei Hornby, Welt oder gar Cortazar & den Beatnicks so abseitig, dass nur noch Eingeweihte heute wissen, wovon und vor allem wannvon die Rede war – ausgerechnet das aber lässt die Coolnes dann relativ schmerzfrei in Zeitlosigkeit überführen. Ellis Protagonist dagegen hört Phil Collins, kennt neben Armani noch zwei oder drei andere große Marken & danced zu INXS ab… das macht den Roman heute extra staubig, als hätte meine Oma ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben und dann mittels eines Lexikons für populäre Musik der neunziger & einem alten Männer Modemagazin rasch noch jeden zweiten Satz aufgepeppt (abzüglich der Mordserie. Lesen so viele Deppen das Internet, wird man das wohl dazusagen müssen).

Advertisements