Ecos Nullnummer. Der Titel passt. Ein Werk, das man sich eigentlich nur hastig aus dem Nachlass veröffentlicht vorstellen kann. Allerdings war der Autor zum Erscheinungsdatum noch am Leben. Vielleicht ein Versuch (ganz materiell) das Erbe zu vergrößern? Es sei gegönnt. Zumindest: ein Text praktisch ohne Handlung. Zur Hälfte müde Medientheorie über die Wirkweisen des journalistenschen Populismus, zur anderen eine mehr oder weniger quellengetreue Nacherzählung der Gladiooperation mit einem bemühten Mussolini-Lebt-Schlenker. Da ist es am Ende sogar egal ob der Leser diese glauben oder kritisch hinterfragen soll. Das ist nicht das Foucaultsche Pendel in zugänglich. Das ist im besten Fall das Rohmaterial für einen späteren Roman.

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