Das befremdliche On The Road

Es wiederstrebt, Kerouacs von mir seit Jugendtagen immer wieder geschmähtes, immer wieder geliebtes On the Road einen großen Roman zu nennen. Fehlt ihm doch, von einem kohärenten Plot über entwickelte Charaktere bis hin zu einer einsichtigen übergreifenden Komposition zum großen Roman fast alles. Gewiss, da ist der Autor, der die Komposition als an den Improvisationen des Free Jazz orientiert beschreibt. Allein: Die in unverrückbare Form gegossene Improvisation ist keine, und als solche von der nur misslungenen Komposition schwer zu unterscheiden. Ein großer Roman ist On the Road also wohl nicht. Eher noch möchte man es dann gar nicht als Roman bezeichnen. Als Nichtroman bleibt es allerdings, dem kann man sich kaum entziehen, ein faszinierendes Werk.

Jack Kerouac von Pauline Mack unter (CC BY 2.0), zugeschnitten

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