Gastbeitrag in „Literaturschock“ – Jan Wagner

Von Regentonnen und Bindestrichen

Der Verdacht, dass die Regentonnenvariationen nicht unbedingt das Beste von Wagner präsentieren, beschlich mich schon während meiner Recherche zum Artikel „Die Lyrik blüht? Die Kritik darbt“ in The European. Ich hatte den Autor zuvor eher in Einzelgedichten wahrgenommen, und meine Apologie entsprechend auch auf diese, und weniger auf die Variationen konzentriert. Richtig so: Denn ein gelungener Gedichtband ist noch einmal etwas anderes als gelungene Dichtung.

Fast alle großen Sammlungen großer Dichter sind tatsächlich Mittelmaß. Die Neuen Gedichte Rilkes, der seinen Malte sagen ließ,

„Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind“

enthalten viel Mittelmäßiges, das die Meisterwerke konterkariert.

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